Imam Abu Dawud : 1934
حَدَّثَنَا أَحْمَدُ بْنُ صَالِحٍ حَدَّثَنَا عَنْبَسَةُ بْنُ خَالِدٍ حَدَّثَنِي يُونُسُ بْنُ يَزِيدَ قَالَ قَالَ مُحَمَّدُ بْنُ مُسْلِمِ بْنِ شِهَابٍ أَخْبَرَنِي عُرْوَةُ بْنُ الزُّبَيْرِ أَنَّ عَائِشَةَ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهَا زَوْجَ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ أَخْبَرَتْهُأَنَّ النِّكَاحَ كَانَ فِي الْجَاهِلِيَّةِ عَلَى أَرْبَعَةِ أَنْحَاءٍ فَكَانَ مِنْهَا نِكَاحُ النَّاسِ الْيَوْمَ يَخْطُبُ الرَّجُلُ إِلَى الرَّجُلِ وَلِيَّتَهُ فَيُصْدِقُهَا ثُمَّ يَنْكِحُهَا وَنِكَاحٌ آخَرُ كَانَ الرَّجُلُ يَقُولُ لِامْرَأَتِهِ إِذَا طَهُرَتْ مِنْ طَمْثِهَا أَرْسِلِي إِلَى فُلَانٍ فَاسْتَبْضِعِي مِنْهُ وَيَعْتَزِلُهَا زَوْجُهَا وَلَا يَمَسُّهَا أَبَدًا حَتَّى يَتَبَيَّنَ حَمْلُهَا مِنْ ذَلِكَ الرَّجُلِ الَّذِي تَسْتَبْضِعُ مِنْهُ فَإِذَا تَبَيَّنَ حَمْلُهَا أَصَابَهَا زَوْجُهَا إِنْ أَحَبَّ وَإِنَّمَا يَفْعَلُ ذَلِكَ رَغْبَةً فِي نَجَابَةِ الْوَلَدِ فَكَانَ هَذَا النِّكَاحُ يُسَمَّى نِكَاحَ الِاسْتِبْضَاعِ وَنِكَاحٌ آخَرُ يَجْتَمِعُ الرَّهْطُ دُونَ الْعَشَرَةِ فَيَدْخُلُونَ عَلَى الْمَرْأَةِ كُلُّهُمْ يُصِيبُهَا فَإِذَا حَمَلَتْ وَوَضَعَتْ وَمَرَّ لَيَالٍ بَعْدَ أَنْ تَضَعَ حَمْلَهَا أَرْسَلَتْ إِلَيْهِمْ فَلَمْ يَسْتَطِعْ رَجُلٌ مِنْهُمْ أَنْ يَمْتَنِعَ حَتَّى يَجْتَمِعُوا عِنْدَهَا فَتَقُولُ لَهُمْ قَدْ عَرَفْتُمْ الَّذِي كَانَ مِنْ أَمْرِكُمْ وَقَدْ وَلَدْتُ وَهُوَ ابْنُكَ يَا فُلَانُ فَتُسَمِّي مَنْ أَحَبَّتْ مِنْهُمْ بِاسْمِهِ فَيَلْحَقُ بِهِ وَلَدُهَا وَنِكَاحٌ رَابِعٌ يَجْتَمِعُ النَّاسُ الْكَثِيرُ فَيَدْخُلُونَ عَلَى الْمَرْأَةِ لَا تَمْتَنِعُ مِمَّنْ جَاءَهَا وَهُنَّ الْبَغَايَا كُنَّ يَنْصِبْنَ عَلَى أَبْوَابِهِنَّ رَايَاتٍ يَكُنَّ عَلَمًا لِمَنْ أَرَادَهُنَّ دَخَلَ عَلَيْهِنَّ فَإِذَا حَمَلَتْ فَوَضَعَتْ حَمْلَهَا جُمِعُوا لَهَا وَدَعَوْا لَهُمْ الْقَافَةَ ثُمَّ أَلْحَقُوا وَلَدَهَا بِالَّذِي يَرَوْنَ فَالْتَاطَهُ وَدُعِيَ ابْنَهُ لَا يَمْتَنِعُ مِنْ ذَلِكَ فَلَمَّا بَعَثَ اللَّهُ مُحَمَّدًا صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ هَدَمَ نِكَاحَ أَهْلِ الْجَاهِلِيَّةِ كُلَّهُ إِلَّا نِكَاحَ أَهْلِ الْإِسْلَامِ الْيَوْمَ
Ahmad bin Salih berichtete uns, Anbasah bin Khalid berichtete uns, Yunus bin Yazid berichtete mir, Muhammad bin Muslim bin Shihab berichtete, Urwah bin Az Zubair berichtete mir, dass Aischa (möge Allah mit ihr zufrieden sein), die Frau des Propheten (Friede sei mit ihm), ihm mitgeteilt habe, dass die Ehe in der Zeit der Unwissenheit auf vier Arten beruhte. Eine dieser Ehen entspricht der heutigen Ehe: Ein Mann macht der Vormundin einer anderen Frau einen Heiratsantrag, gibt ihr eine Mitgift und heiratet sie. Eine andere Ehe besteht darin, dass ein Mann zu seiner Frau sagt: „Wenn sie ihre Menstruation noch nicht hinter sich hat, geh zu dem und dem und schlaf mit ihm!“ Daraufhin verlässt ihr Mann sie und hat keinen Geschlechtsverkehr mehr mit ihr, bis klar wird, dass sie von dem Mann, mit dem sie geschlafen hat, schwanger ist. Wenn dann klar ist, dass sie schwanger ist, hat ihr Mann, wenn er es wünscht, Geschlechtsverkehr mit ihr, um die Intelligenz des Kindes zu sichern. Diese Art der Ehe wird Istibdha-Ehe genannt. Eine andere Form der Eheschließung ist die, bei der sich eine Gruppe von weniger als zehn Männern versammelt, um eine Frau zu treffen, und alle mit ihr Geschlechtsverkehr haben. Wenn die Frau dann schwanger ist und ein Kind geboren hat, und seit der Geburt einige Nächte vergangen sind, schickt er einen Boten zu ihnen, und keiner von ihnen kann ablehnen, bis sie vor ihm versammelt sind. Dann sagt die Frau zu ihnen: „Ihr wusstet von euren früheren Affären, während ich ein Kind geboren habe, und er ist euer Sohn, o Sowieso.“ Die Frau nennt denjenigen unter ihnen, den sie mag, und das Kind folgt ihr. Und die vierte Form der Eheschließung ist die, bei der sich eine große Gruppe von Männern versammelt, um eine Frau aufzusuchen, die niemanden abweist, der zu ihr kommt. Es handelt sich dabei um Prostituierte, die früher Fahnen über ihren Türen aufhängten, um diejenigen zu warnen, die sie begehrten und sie aufsuchten. Wenn die Frau schwanger ist und ein Kind geboren hat, werden sie zusammengerufen und Experten für die Bestimmung der Vaterschaft hinzugezogen. Diese Experten ordnen das Kind dann der Person zu, die sie sehen. Diese Person nimmt das Kind als ihr eigenes an und kann es nicht ablehnen. Als Allah Muhammad (Friede sei mit ihm) sandte, löste er alle Ehen der vorislamischen Zeit (Jahiliya) auf, mit Ausnahme der Ehen, die zu dieser Zeit unter Muslimen geschlossen wurden.